Mit Delfinen schwimmen

 

 

Delfine, Bushbabys, Chameleons, Landschildkröten und Warane ...

 

 

(c) 2009 by Brigitte Brach

 


Es ist ein unbedingtes Muss für Urlauber, die am Strand von Kenya Urlaub machen:

 

Ein Tagesausflug zu den Delfinen (sh. auch mein Bericht im Forum www.kenia-inside.de)

 

Der Ausflug ging nach Wasini Island. Es ist eine kleine Insel mitten im indischen Ocean. Diese Tour solltet Ihr bei Eurer nächsten Reise keinesfalls verpassen. Ist übrigens auch an der Süd- und Nordküste buchbar.

 

Zunächst ging es ca. eine Stunde lang, vorbei an Kokos, Mango und Cashewnutplantagen nach Shimoni.

 

Shimoni bedeutet auf Swahili „Ort der Höhlen“, eine Serie von ineinander geflochtenen Kalksteinhöhlen, die damals zur Bewachung der hierher verschleppten Sklaven benutzt wurden. Die Sklavenhändler hatten ihre von Kontinenten mitgebrachten Opfer an die Wände gekettet, bevor sie dann auf den Sklavenmarkt nach Sansibar gebracht wurden.

 

Danach ging es dann auch auf die arabische Dhow und die Delphinsafari konnte beginnen.

 

An Bord ging es sehr lustig zu. Die Crew hat mit primitivsten Mitteln  ( Schraubenzieher, Zange, Hammer) Musik gemacht (auf der Kühlkiste für Getränke) und gesungen.

 

Die Delphine liessen zum Glück nicht lange auf sich warten. Zum Glück hatte ich meine kleine gute Kamera dabei, die auch bis 10 m Tiefe Unterwasserfotos schiessen kann.

 

Nach einer weiteren Stunde Bootsfahrt kam ich und andere Teilnehmer endlich am Riff an und es durfte getaucht und geschnorchelt werden.

 

Zum Schutz der Korallen, die sich langsam erholen, sind Flossen verboten. Es gibt auf dem Schiff Gummischuhe für diejenigen, die nur normale Sandalen anhaben.

Es ist wirklich fantastisch; Man taucht in eine völlig andere Welt ein und vergisst völlig Zeit und Raum. Ich darf gar nicht darüber nachdenken, wie der Mensch nach und nach diese wunderbare Unterwasserwelt zerstört.

 

Trotzdem niemand mehr Muscheln, selbst die Kleinen, ausführen darf, suchen die Beachboys immer noch nach den grossen schönen Muscheln, den Leopard- und Zebramuscheln usw. Und versuchen, sie an Touris zu verkaufen (für viel Geld).

 

Touristen, die in Unkenntnis dann Muscheln mit auf den Rückflug in die Heimat nehmen wollen, bekommen arge Probleme beim Zoll in Kenya.

 

Selbst Beachsand oder Blumen sind verboten. Es muss innerhalb des Landes bleiben.

 

Für Residenten kein Problem (sie leben in diesem herrlichen Land), aber andere bekommen Schwierigkeiten. Haben Glück, wenn es mit einer Geldstrafe abgeht.

 

Zwischendurch sahen wir immer wieder Delphine, die unser Boot umschwammen. Ich musste auf Sportmodus umschalten und blind fotografieren. Diese wunderschönen, friedlichen Tiere sind derart schnell, dass ein Foto Glückssache ist.

 

Irgendwann setzten wir dann unsere Fahrt fort und nahmen Kurs auf die Insel, wo ein köstliches Mittagessen auf uns warten sollte.

 

Plötzlich herrschte helle Aufregung, Delphine ohne Ende. Was für ein Glück ! Also Maske wieder auf, Badeschuhe wieder an und ab ins Wasser.

Das war wirklich eine meiner bewegensten Erlebnisse. Die Tiere waren überall und wir mitten unter ihnen.

 

Man konnte sie fast anfassen und ich hätte mich am liebsten an eine Rückenflosse gehängt und mich ziehen lassen. Aber Tiere in freier Wildbahn sollte man (und darf es auch nicht) nicht anfassen.

 

Leider habe ich seit ca. 8 Wochen eine Wunde am Bein, die nur sehr langsam verheilt und konnte daher nicht ins Wasser. (Unfall am Barrack-Obama-Day (20.1.09).

 

Fiel durch Anspringen eines Doggenwelpen auf einen spitzen Stein, musste mit 8 Stichen genäht werden und durch die hohe Luftfeuchtigkeit heilt es sehr langsam. Muss immer noch alle 2-3 Tage ins Hospital zum säubern und neu verbinden.

 

Ein Crew-Mitarbeiter tauchte für mich und machte die Unterwasserfotos.

Nach einiger Zeit hatten die Delphine dann wohl genug von uns und zogen von dannen.

 

Glückliche Taucher und Schnorchler kamen dann nach ca. 1 Stunde wieder an Bord und es ging zum Seafood-Restaurant auf die Insel.

 

Ich selber hatte dennoch meinen Spass, sah die Delphine von Bord aus.

 

Das Essen war reichlich und sehr gut. Leider wollte man uns nicht das Rezept für die köstliche „Swahili Suppe“ geben. Familiengeheimnis...

 

Nach dem Essen wurde noch eine Führung durch das Dorf angeboten, allerdings war es unerträglich heiß und so zogen wir es vor, uns noch ein wenig auf die gemütlichen Sofas zu flegeln, bevor es dann zurück Richtung Heimat ging. Gegen 17.00 Uhr war dann der schöne Ausflug beendet und die Gäste wurden in den jeweiligen Hotels “abgeladen”.

 


 

Mein “privater Zoo”

 

Demnächst muss ich im Garten “anbauen”.

 

Jetzt habe ich 3 Landschildkröten, 5 Chameleons (2 Flaped-necked-Chameleons sowie 3 Jacksons-Threehorn-Chameleons) und meinen Hund.

 

Jeden Abend warten hungrige Mäuler auf ihre Bananen:

 

Sobald die Meerkatzen sich zur Ruhe begeben haben, kommen die Bushbabys auf meinen Baum und krakelen, bis sie ihre Bananen bekommen.

 

Sie haben keine Scheu mehr vor mir, fressen genüsslich neben meinem Terrassenstuhl.

Auch die Kolobus-Affen mögen die Bäume rund um meinen Garten. Zwei Kolobusbabys konnte ich beobachten, als sie erst wenige Tage alt waren.

 

Jetzt turnen sie schon alleine im Baum herum und jedes Weibchen betuttelt sie.

Gestern war ein Baby auf meiner Terrasse.

 

Der riesige Waran, der von einer Wohnanlage zur nächsten jeden Tag wandert, muss Nachwuchs bekommen haben.

 

Für die Haltung der Landschildkröten

und Chameleons habe ich eine Bescheinigung erhalten, dass es vom KWS (Kenya-Wildlife-Service) erlaubt ist.

 

Sie haben kontrolliert und fanden es absolut toll, wie die Tiere von mir gehalten werden.

 

Mein Hausboy (mittlerweile auch die Askaris) fangen jeden Tag Grashüpfer

für die Chameleons.

 

 

Die Flaped-Chameleons, werden wie die Pantherchameleons relativ alt. Zwischen 7 und 15 Jahre. Sie leben im Buschland dieser Region.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leider werden die Hornchameleons nicht sehr alt. Weibchen ca. 1 Jahr, männliche ca. 4 Jahre.

 

Dreihornchameleons leben westlich vom Mt. Kenya auf den Bäumen, wo es nachts sehr kühl ist. Ich muss mehrmals täglich sie mit kaltem Wasser aus dem Kühlschrank besprühen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn ich zu Hause in Deutschland bin, versorgt mein Hausboy alle meine Tiere. Dann bin ich beruhigt und er ist sehr zuverlässig.