Weihnachten in Tansania
Vom 20.-29.12.2004 verbrachte ich einen Kurzurlaub in Tansania, dem Nachbarland Kenias. Entgegen meiner ursprünglichen Pläne buchte ich eine Safari über Simba-Tours, die mich in die Nationalparks im Norden des Landes brachte. Dort gibt es noch verhältnismäßig wenige Touristen, sehr viele kamen aus den USA, Asien, Norwegen und Finnland.

Der Flug über Amsterdam zum Kilimanjaro-Airport in Arusha, hatte eine Stunde Verspätung, da die Tragflächen des Fliegers vereist waren. Tagsüber erreichten die Werte 30 Grad, nachts ca. 25-27 Grad. Morgens um fünf Uhr wurde ich vom Gebetsaufruf der Moslems geweckt.

Am ersten Tag der Safari hatten wir Wildbeobachtungen im Ngorongoro-Krater. Da der Lebensraum der dortigen Tiere durch die hohen Kraterwände eingeschränkt ist, bot dieser Ort gute Chancen, die Tierwelt Ostafrikas an einem Tag zu sehen. Um die Mittagszeit machten wir an einer Wasserstelle Picknick, mußten aber diese Zeit im Wagen verbringen, da mal wieder ein Regenschauer niederprasselte. (Kleine Regenzeit ist dort im Dezember)
Weiter ging die Fahrt über relativ gute Straßen durch die Weiten der Serengeti. Mit etwas Glück bekamen wir auch Löwen und Geparde zu sehen.
Der Weg führte uns an einem der nächsten Tage zur Olduvai-Schlucht, wo die „Wiege der Menschheit" Einblicke in unsere Entstehung gab. Ein Kapitel von fast zwei Millionen Jahren Erdgeschichte wurden hier aufgrund von Schaubildern verdeutlicht.
Vor 44 Jahren entdeckte Jonathan Leakey Teile eines Schädels, eines unterkiefers, Schlüsselbeins, Handknochen und ein vollständiges Fußgelenk eines ca. 10-jährigen Kindes.
1963 wurde das Skelett von einem Frühmenschen mit aufrechtem Gang ausgegraben. Ich fand dieses Ort faszinierend. Leider hatten wir nicht die Zeit, mit einem Führer die Schlucht hinunter zu gehen, um nahe an die ausgegrabenen Gesteinswände zu kommen.
Der letzte Tag wurde dem Lake Manyara gewidmet. In diesem Gebiet ist das Kennzeichen der nur in dieser Gegend lebende Baumlöwe, der sich zum ausruhen und schlafen überwiegend auf dem Ast einer Schirmakazie aufhält.
Leider ist dieses Gebiet so dicht mit Akazien und Sträuchern bedeckt, daß wir nur einmal das Glück hatten, in etwas weiterer Entfernung einen jungen Löwen auf einem Ast zu entdecken. Zwei weitere lagen unmittelbar am Wegesrand unter einem Strauch.
Den Abend, die Nacht und den folgenden Tag verbrachte ich noch in Arusha, der Landeshauptstadt und flog (wollte zumindest um diese Uhrzeit zurück) morgens um 2.30 Uhr (geplant war 23.30 Uhr) zurück. Die Bremshydraulik war defekt und mußte ausgetauscht werden.
Dadurch verpaßte ich meinen Anschlußflug nach Köln und zu guter Letzt war auch noch mein Koffer abhanden gekommen.
Ich war nur froh, daß ich meine Kamera, meinen Camcorder incl. aller Casetten und Memor-Cards grundsätzlich als Handgepäck mitnehme.

Am 31.12.2004 wurde mir mein Gepäck nach Hause gebracht. Der Koffer war irrtümlich in Oslo gelandet.

Fazit dieser Reise: Tansania ist ein sehr schöner, sauberer Landesteil von Ostafrika. Für mich persönlich mußte ich feststellen, daß Kenia aufgrund der hohen Tierkonzentration, der sehr freundlichen und hilfsbereiten Menschen unübertroffen ist. Dies soll nicht heissen, daß die Einwohner Tansanias nicht freundlich sind - es ist die ihnen eigene Art der Kenianer - ich kann es nicht in Worte fassen...

Vom 14. Februar bis zum 10. März 2005 erlebe ich wieder die Tierwelt Kenias auf meiner Individual-Safari und sehe zum ersten Mal mein Patenkind in Kisii in der Provinz Nyanza.

Danach werde ich mir wieder eine Samtpfote zulegen. Lieber nur noch einmal im Jahr verreisen, aber rund um die Uhr ein Lebewesen um mich haben, was ich liebhaben kann.

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