Kleiner Führer der ostafrikanischen Tierwelt

 

(c) 2006-2007 by Brigitte Brach

 

 

Löwe / Panthera leo

auf suaheli: Simba

 

Lebt in kleinen, manchmal auch größeren Gruppen mit 1-3 erwachsenen Männchen. Wenn ein neues Männchen das „Alphatier“ wird, tötet es die Welpen des „alten“ Löwen. Die älteren jungen Löwen werden aus der Gruppe vertrieben.

Vereinzelt trifft man auf einen humpelnden Löwen. Dieser wurde dann mit Sicherheit von einem Büffel verletzt. Auch für die Welpen können Büffel gefährlich werden – neugierig wie sie sind, gehen sie furchtlos auf diesen Riesen zu…

Tragzeit: ca. 110 Tage

Lieblingsspeise: Kaffernbüffel (können nur in Gruppen von etwa 4-5 Tieren erlegt werden), Weißbartgnu, Zebra.

 

 

Gepard / Acinonyx jubatus

auf Suaheli: Madoa mdoa chini

 

Ist der schnellste Läufer unter allen Tieren. Kann eine Geschwindigkeit von ca. 100 km/h erreichen, aber nur max.

4 Minuten sprinten. Sonst ist er durch  das Herz und den hohen Blutdruck gesundheitlich sehr gefährdet. Lebt meistens einzeln oder in kleinen Gruppen. Die Welpen sind durch Hyänengruppen und Löwen sehr gefährdet.

Die Nasengänge eines Geparden sind stark verbreitert, dadurch kann er so ein rasantes Tempo erreichen.

Durch die breite Schnauze ist wenig Platz für das Gebiss, das im Vergleich zu anderen Katzen viel kleiner und dadurch eine schwache Waffe ist.

Am meisten gefährdet lebt der Gepard in Namibia, wo die Farmer diese Tiere gnadenlos jagen und erschiessen.

Von dieser stark bedrohten Raubkatze gibt es nur noch ca. 10.000 Tiere.

Greift keine Menschen an.

Tragzeit: ca. 92 Tage

Lieblingsspeise: Impala, Antilopen, Gazellen

 

 

Leopard / Panthera pardus

auf Suaheli: Chui

 

Der Leopard ist furchtlos und sehr wild. Er hat auch schon Menschen getötet. (Z.B. in Tvaso in einer Lodge, als ein Angestellter morgens um 5 h die Frühstückstische eindecken wollte).

Seine Beute schleppt er hoch auf seinen Baum in eine Astgabel, damit keine Hyäne oder ein anderes Raubtier ihm die Beute abspenstig machen kann. Wenn er satt ist, sucht er sich einen anderen Baum und die Geier können die Reste fressen. Übrig bleiben nur die Skelette.

Sie sind meistens alleine unterwegs und treffen sich nur zur Paarung.

Dieses Bild habe ich in einer Aufzuchtstation gemacht. Er geht nur nachts auf die Jagd und für die Touristen sind die Nationalparks ab 18.30 h geschlossen. Wenn man Glück hat, sieht man einen auf einem Baum oder früh morgens auf den Weg zum Schlaflager.

Tragzeit: ca. 92 Tage

Lieblingsmahlzeit: Gnus, Impalas, Gazellen sowie Mäuse Vögel etc. Von allen Katzen ist die Nahrung des Leoparden am abwechslungsreichsten.

 

 

Flusspferd / Hippopotamus amphibius

Suaheli: Kiboko 

 

Wiegt bis zu 5 Tonnen und geht in der Dunkelheit ins Gras, um zu fressen. In der Sonne würde die sehr dünne, empfindliche Haut verbrennen. Babys werden unter Wasser geboren und gesäugt. Das Kalb wird an Land geboren und kann bereits wenige Minuten nach der Geburt schwimmen.

Der Leitbulle markiert sein Territorium mit Urin und Exkrementen, die er mit dem Schwanz verteilt.

Dringen Fremde in das Gebiet ein, werden die Tiere äußerst aggressiv.

Die Rufe der Hippos hört man weit in die Steppe hineinschallen.

Tragzeit: ca. 230 Tage

Lieblingsspeise: frisches, grünes Gras – zur Not auch im Gelände einer Lodge oder eines Camps.

 

 

Warzenschwein (Kenya-Express)

Phacochoetus aethiopicus

auf Suaheli: Ngiri 

 

Lebt meistens in kleinen Familiengruppen und ist ewig am rennen. Grasfresser.

Eber haben zwei Warzenpaare im Gesicht, die Bachen nur eines.

Lieblingsspeise: Früchte, Wurzeln, die sie mit ihrer flachen spatenähnlichen Schnauze ausgraben.

Sie übernachten in Erdhöhlen. Der dünne Schwanz richtet sich auf der Flucht nach oben auf.

– Tragzeit: ca. 155 Tage

 

 

Kaffernbüffel / Syncerus Caffer

auf Suaheli: Nyati/Mbogo 

 

Leben in Herden von bis zu mehreren hundert Tieren. Alte Bullen leben meistens alleine, wiegen bis zu 800 kg und sind eine satt machende  Beute für ein Löwenrudel. Sie sind friedfertige Tiere, werden aber sehr gefährlich, wenn sie Gefahr wittern oder verletzt sind. Sie warten auf ihren Verfolger, um diesen mit gesenktem Haupt und hoher Geschwindigkeit anzugreifen.

Büffel haben schon viele Jäger, auch Löwen, getötet. Meist sind sie jedoch Opfer.

Tragzeit: ca. 320 Tage

 

 

gefleckte Hyäne / Crocuta crocuta

auf Suaheli: Fisi

 

Ist oft in Rudeln anzutreffen und daher sehr gefährlich für die Jungen der Gepardin. Frisst Aas bis auf die letzten Knochen – nur der starke Kiefer und die Hörner eines Büffels können sie nicht zerkauen. Innerhalb eines halben Tages ist von einem getöteten Tieres nichts mehr zu sehen. Jagen in Gruppen sogar einzelne Zebras. Die Hyäne auf dem oberen Foto trägt einen Sender der Wildlife-Station für Studienzwecke.

  

Hyänen werden maximal 20 Jahre alt. Ein dominierendes Weibchen tötet manchesmal auch die Jungen einer rangniedrigen Hyäne. Es wurde beobachtet, dass Hyänen, wenn sie ihre eigenen Artgenossen getötet haben, diese erst mehrere Stunden später fressen. Weshalb, diese Frage konnten die Tier- und Verhaltensforscher  bisher noch nicht eindeutig herausfinden.

  

Wenn Wilderer eine Hyänin, die in ihrem Bau Welpen hat, getötet haben, werden deren Jungtiere im Bau in Ruhe gelassen, bis sie nach ca. 2-3 Wochen vor Hunger und Durst verendet sind.

 

Hyänen gehören nicht – wie oftmals wegen ihres Knochenbaus vermutet – zu den Hunden, sondern gehören Artspezifisch zu den Katzenartigen. Ihr Kiefer ist in der Lage, mit einem Biss den Oberschenkel eines Nashorns zu durchtrennen.

 

Sie töten ihre Opfer nicht, sondern jagen sie bis zur totalen Erschöpfung und fressen es danach auf. Bis auf die Hörner wird alles vertilgt.

 

Früher wurde vermutet, dass Hyänen Zwitter seien, da die weiblichen Tiere auch eine sehr große erigierte Klitoris haben.

 

Fest steht, dass dies ein Irrtum ist. Die Weibchen haben eine Klitoris, die dem Penis in Größe und Stärke sehr ähnlich ist. Männliche, sowie weibliche Hyänen fahren ihre Geschlechtsspezifischen Organe weit heraus als Geste der Unterwürfigkeit.

 

Hyänen werden weit verbreitet als Ungeheuer, als hässliche Raubtiere betitelt. Wer aber diese Tiere einmal in aller Ruhe (aus respektvoller Entfernung) über eine längere Zeit beobachtet, wird die Erfahrung machen, dass sie eine sehr interessante Spezies sind.

 

Tragzeit: ca. 110 Tage

Lieblingsfressen: Allesfresser, alles was aus Fleisch und Knochen besteht…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schakal / Canis mesomelasa

auf Suaheli: Bweha

 

Lebt in Paaren oder kleinen Gruppen und ist sehr fried-lich. Man trifft ihn häufig – genau so wie die Hyäne - in der Nähe von Löwen oder Geparden an. Er wartet geduldig, bis die anderen Tiere ihren Hunger gestillt haben. Auch in der Nacht irrt er unruhig auf Futtersuche umher.

Leider ist mir die Tragzeit dieses afrikanischen Hundes nicht bekannt.

 

 

Afrikanischer Elefant / Loxodonta africana

auf Suaheli: Tembo/Ndovu 

 

Lebt in Familiengruppen. Bullen leben oft alleine und können bis zu 6 Tonnen wiegen. Wenn die Tiere sehr alt sind und keine Stoßzähne mehr haben, sterben sie in der Trockenzeit. Sie können keine Wurzeln unter der Erde mehr ausgraben und verhungern elendig. Elefanten haben einen wundervollen Familiensinn. Alle kümmern sich um die jungen Elefanten und wenn ein Elefant stirbt, kommen sie in Scharen, um diesen noch einmal mit ihrem Rüssel zu verabschieden. (Es ist für mich ein sehr trauriger Anblick) Ein Elefantenkalb, was mit der Mutter alleine umherzieht, wird leicht Beute von Raubtieren.

Zwischen ihrem 10. und 12. Lebensjahr erreichen sie die Geschlechtsreife, mit ca. 20 Jahren sind sie ausgewachsen. Sie werden durchschnittlich 60 Jahre, manchesmal sogar 100 Jahre alt.

Der einzige Feind der Elefanten ist der Mensch, nur selten werden Jungtiere von Löwen oder Hyänen gerissen.

Tragzeit ca. 22 Monate

 

 

 

 

Steppenpavian

Papio cynocephalus anubis

auf Suaheli: nyani

 

Lebt in großen Gruppen und ist ein Allesfresser.

Klaut alles aus dem Auto / Zimmer, was nicht niet- und nagelfest ist…. Das Alpha-Tier ist sehr aggressiv – auch Menschen gegenüber. Man sollte es auch tunlichst vermeiden, eine Mutter mit Jungtier anfassen zu wollen. Durch ihre scharfen spitzen Zähne können sie einen empfindlich verletzen. Sie sind sehr gute Mütter – wie alle Affenarten. Ich habe einmal unter Tränen beobachtet, wie eine Affenmutter noch kilometerweit ihr totes Baby trug, es immer wieder ableckte und klagende Laute von sich gab.

Tragzeit: ca. 7 Monate

 

 

Maasai-Giraffe / Giraffa camelopardalis

auf Suaheli: Twiga

 

Die Maasai-Giraffe ist ca. 30 cm größer als die Netz-Giraffe. Sie hat kleine unterschiedliche weißlich gezeichnete Flecken mit 2 oder 3 Hörnern. Sie leben alleine oder in kleinen Herden. Ein Kalb, was nicht mit der Mutter in einer größeren Herde lebt, wird eine leichte Beute für Löwen.

Auch haben sich einige Löwen darauf spezialisiert, Giraffen beim Trinken zu reißen.

Giraffen können nur jeden ungefähr 10. Busch abfressen, da die Büsche sich mit einem Geruch gegenseitig warnen und dann für die Giraffe als Futter ungeeignet ist. Am liebsten fressen sie die Blätter von den hohen Bäumen – es ist für sie mit dem langen Hals am bequemsten.

Wie alle Wirbeltiere hat auch die Giraffe nur sieben Halswirbel. Die Klappen in der Halsvene sorgen dafür, dass das riesige Herz das Blut bis in den Kopf pumpen kann. Beim Bücken ruht die Blutsäule auf einem schwammähnlichen, dem Gehirn vorgelagerten Organ.

 

In dem Mara-Gebiet in Kenia sind leider schon sehr viele Bäume durch die Elefanten eingegangen.

In Tsavo und in Tansania gibt es viele Baobab-Bäume. Diese sind jahrhunderte alt und so dick, dass selbst ein Elefantenbulle, wenn er sich an ihm das Ungeziefer abrubbelt, nicht klein bekommt.

Tragzeit: ca. 445 Tage, das 100 kg schwere Kalb wird im Stehen geboren.

 

Netzgiraffe

Diese wunderschönen Tiere trifft man in Samburu an. Ihre Artgenossen, die Rothschuldgiraffen sind etwas kleiner im Wuchs.

 

Maasai-Giraffe

 

Maasai-Giraffe

 


Netzgiraffe

Netzgiraffe

 

 

Spitzmaulnashorn / Diceros bicomis

auf Suaheli: Faru/Kifaru 

 

Leider nur noch selten durch das abschlachten von Wilderern anzutreffen.

Es leben nur noch ca. 2.000 Tiere. Diese werden von einem Satellitensystem  und privat bewaffneten Wildhütern bewacht.

Sie wiegen ca. 2 Tonnen und leben alleine oder Eltern mit Kälbern. Das Jungtier verbleibt etwa vier Jahre bei der Mutter.

In Kenia werden Wilderer von den Wildhütern erschossen.

Tragzeit: ca. 570 Tage

 

 

Wasserbock / Kobus defassa

auf Suaheli: Kuro

 

Der Wasserbock hat eine sehr zottelige kragenartige Mähne am Hals und einen weißen Ring um den Steiß. Nur die männl. Tiere haben Hörner. Vor meinem Zelt konnte ich nachts immer eine Gruppe von 5 Tieren beobachten und hören (nicht gerade leise Töne).  Die Bullen sind häufig Einzelgänger.

Tragzeit: ca. 240 Tage

 

 

Thomson Gazelle / Gazelle thomsoni

auf Suaheli: Swara tomi

 

Sehr häufig in großen Herden anzutreffen. Männchen und Weibchen leben getrennt in großer Anzahl und sind sehr scheu. Für Raubtiere schwer zu erlegen, weil sie wie ein Hase laufend die Richtung wechseln und sehr schnell sind. Die männlichen Tiere mit ihren schönen Hörnern leben in großen Gruppen.

Tragzeit: ca. 5 Monate

 

 

Giraffengazelle / Litrocraninus walleri

auf Suaheli: swara twiga, nyango, gerenuku

 

Diese Gazellenart besitzt einen sehr langen Hals und Beine, so daß sie an die frischen Blätter an hohen Büschen und Bäumen herankommt. Sie ist nicht besonders scheu. Nur die Männchen haben leierförmige Hörner. Sie trifft man häufig in Samburu, im Norden Kenias an. Sie lebt im trockenen Brachland, einzeln in Paaren oder in einer Gruppe mit max. 10 Tieren.

Tragzeit: 7 Monate

   

Flamingo / Phoenicopterus ruber

 

Die rosafarbenen Flamingos sind am Lake Nakuri zu hunderttausenden zu beobachten. Diese sah ich im Crater-Lake-Camp am Lake Naivasha. Sie bauen Nester aus Schlamm, die im oberen Teil ausgehöhlt sind.

 

 

Kronenkranich / Balearica regulorum 

 

Trägt eine Krone mit einem auffälligem Fächer. Hals und Beine strecken sich im Flug. Sehr häufig in Tsavo, Amboseli und in der Mara anzutreffen. Ist auch auf einer Briefmarke von Kenia zu sehen.

 

 

Elenantilope / Taurotragus oryx

auf Suaheli: Pofu, Mbunju

 

Die größte unter den Antilopenarten. Auf dem Bild ist ein junges Weibchen zu erkennen, die Böcke haben sehr dicke, gedrehte Hörner, die sich um die eigene Achse drehen. Leben in großen Herden, Böcke sind Einzelgänger.

Tragzeit: ca. 240 Tage

 

 

Sekretär oder Kranichgeier

Sagittarius serpentarius

 

Dieser Schreitvogel hat lange Schmuckfedern am Hinterkopf und erinnert an altmodische Schreibfedern hinter den Ohren eines Angestellten oder Buchhalters/Sekretär. Läuft stelzenartig durch die Savanne und hat den krummen Schnabel eines Raubvogels.

Lebt in Paaren. Baut ein sehr großes Nest in einem Baumwipfel.

Lieblingsspeise: Nagetiere, Schlangen, Insekten.

 

 

Aasgeier / Vulture gyps rueppellii

 

Frisst die Überreste der Mahlzeit eines gerissenen Tieres.

Sobald man mehrere Geier am Himmel kreisen sieht, ist automatisch ein Löwe oder Gepard am fressen seiner Beute.

Es ist immer der gleiche Kreislauf zu beobachten:

Der Löwe/Gepard frisst sich satt, dann kommen die Geier, dann die Schakale und den Rest erledigen die Hyänen. Am Ende bleiben nur das starke Horn mit Resten vom Schädelknochen und die Hufe eines Zebras übrig.

 

 

Steppenzebra / Eyuus burchelli

auf Suaheli: Punda milia

 

Zebras bilden Herden von mehr als hundert Tieren. Einzelne Zebras sind eine leichte Beute für Löwen, ebenso die jungen Kälber. Von ihnen nehmen den beschwerlichen Gang im August/September über den Mara-Fluß in die Serengeti in Kauf.

Gnus, Zebras usw. verbringen nur drei Monate im Jahr in Kenia. Die restlichen 9 Monate leben sie in Tansania.

Tragzeit: ca. 350 Tage

 

 

Grüne Meerkatzen / Ceropithecus aethiops

auf Suaheli: Tumbili

 

Leben in Gruppen von ca. 20-35 Tieren und stehlen auch gerne alles, was sie tragen können.

Sie sind tagaktiv und ziehen sich in der Dunkelheit in Bäume oder Felsen zurück.

Untereinander verständigen sie sich mit vielen verschiedenen Lauten, von denen sechs Alarmlaute sind. Sie fallen durch ihr dreistes Verhalten auf und können in Touristenunterkünften zur regelrechten Plage werden.

In Tansania leben die schwarzen Meerkatzen, also mit einem schwarzen Gesicht. Sie toben wie wild in den Bäumen umher und es ist eine Freude, ihnen zuzusehen.

Tragzeit: ca. 210 Tage

 

 

Klippschliefer / Procavia johnstoni

auf Suaheli: Pimbi

 

Sie sind keine Nagetiere, sondern Huftiere. Haben Ähnlichkeit mit einem Meerschweinchen und leben überwiegend auf Felsgestein. Sie besitzen einen kurzen Stummelschwanz und sind sehr scheu.

Droht eine Gefahr, stoßen sie einen schrillen Warnschrei aus. Die Größe der Kolonien hängt vom Nahrungsangebot ab.

Tragzeit ist mir leider unbekannt.

 

 

Topi/Leierantilope / Damalicus korigum

auf suaheli: Nyamera

 

Dunkle Flecken auf den Hüften, Oberläufen und oberen Vorderbeinen. Große Herden finden sich im August / September mit den Gnus zusammen, um die Serengeti nach Tansania zu ziehen.

Tragzeit: ca. 230 Tage

 

 

Krokodil / Crocodylus niloticus

auf Suaheli: Mamba

 

In der Sonne räkelt sich das Krokodil am Ufer des Mara- oder Talek-Rivers, der in den Mara-River mündet. Durch öffnen des Maules kühlt es sich ab und hat sehr scharfe Zähne. Zum töten eines Gnus, Zebras o.ä. braucht es die Hilfe seines „Freundes“, das Flusspferd.  Ist an Land sehr schnell und kann sehr gefährlich für Menschen werden.

 

 

Kirk-Dikdik / Rhynchotragus kirki

auf Suaheli: Dikidiki

 

Ist die kleinste Gazellenart. Nur die männlichen Tiere haben kurze gerade Hörner. Sind sehr scheu und leben in Familiengruppen oder Paarweise.

Beide Geschlechter haben einen Haarbüschel auf der Stirn. Sie sind immer paarweise zu sehen, oft in Begleitung eines Jungtieres. Dieses bleibt so lange dabei, bis ein neues Jungtier geboren wird.

Tragzeit: 6 Monate

Lieblingsspeise: Gras, Früchte, Schoten und Blüten, die von Elefanten fallen gelassen werden.

 

 

Strauß / Struthio camelus

auf Suaheli: Mbuni

 

Der Maasai-Strauß hat rosa Unterschenkel und einen rosafarbenen Hals, die sich in der Paarungszeit rot färben. Der Strauß ist der größte Vogel der Welt und das Weibchen kann bis zu ca. 70 Eier (die steinhart sind) in eine Mulde gelegt werden.

Brutdauer: ca. 40 Tage

 

 

Mungu/Mongoose / Ichneumia albicauda

auf Suaheli: Nguchiro

 

Jagd Vögel, Nagetiere und Schlangen. Es gibt viele unterschiedliche Arten in Ostafrika. Die Zwergmongoos leben in Familiengruppen, meistens in Höhlenartigen kunstvoll gefertigten Bauten, deren Öffnungen weit aus der Erde herausragen. Sind sehr scheu und nachtaktiv. Nisten sich aber auch in großen Termitenhügeln ein.

 

 

Servalkatze / Leptailusu serval

auf Suaheli: Mondo

 

Ist nachtaktiv und jagd kleine Antilopen und Nagetiere.

Im hohen Gras der Savanne oder der Serengeti ist es kaum möglich, diese schöne, aber scheue Katze zu fotografieren.

Tragzeit: ca. 70 Tage

Mit freundlicher Genehmigung von:

http://www.wildlifephotography.lu

 

 

Löffelhund / Otocyon megalotis

auf Suaheli: Bweha masikia

 

Er ähnelt – bis auf die riesengroßen Ohren etwas unserem heimischen Fuchs. Lebt in Paaren oder Familiengruppen und ist sehr scheu. Lebt in einem großen Bau unter der Erde.

Er kann Haken wie ein Hase schlagen und daher oftmals seinen Feinden entkommen. Die riesigen Ohren dienen zur Kühlung.  Sie leben überall dort, wo es Grasschneidetermiten gibt, die ihre Hauptnahrung darstellen. Aber auch andere Insekten, Reptilien und Feldfrüchte werden nicht verschmäht.

Tragzeit: ca. 65 Tage

 

 

Sattelschnabelstorch

Ephihippiorhynchus senegalensis

 

Streckt den Hals während des Fluges. Lebt in Sümpfen und Seen.

 

 

Spießbock oder Oryx-Antilope / Oryx beisa

auf Suaheli: Choroa

 

Schwarzer Riststreifen und schwarzes Band an den Vorderbeinen. Haben lange,. beringte Hörner bei beiden Geschlechtern.

Tragzeit: ca. 8-9 Monate

 

 

Wagen vom Wildlife-Service

 

Leoparde und Geparde stehen unter besonderem Schutz. Dieser Ranger beobachtet rund um die Uhr eine verletzte Gepardin mit ihren ca. 4-6 Wochen alten Welpen, damit niemand zu Schaden kommt und auch die Touristen nicht nahe an sie heranfahren. (In meinem Bericht vom jetzigen Urlaub – Löwen, Geparde und anderes Getier - lest ihr mehr über diese traurige Geschichte mit aber glücklichem Happy End.

 

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